Erschöpfungsdepression

Unwohlsein, Reizbarkeit, Traurigkeit und Hilflosigkeit sind jedem bekannt und es ist schwer, einen Menschen zu treffen, der sie noch nie erlebt hat. Bei alltäglichen Problemen reichen oft ein Moment der Ruhe, das Hören entspannender Musik oder ein Spaziergang, damit sich alles wieder normalisiert. Andere Probleme wie z. B. Trauer sind nicht so leicht zu lösen. Aber wir wissen, dass sie einfach Zeit brauchen, um vorüberzugehen. In solchen Fällen müssen wir nicht gleich einen Termin bei einem Psychologen vereinbaren. Es gibt jedoch Situationen, in denen die Hilfe eines Spezialisten erforderlich ist. Wann sollten Sie einen Psychotherapeuten aufsuchen und eine Psychotherapie beginnen?
Die Zusammenarbeit mit einem Psychotherapeuten kann eine gute Lösung sein, wenn die erlebten Situationen oder Gefühle den Eindruck erwecken, dass wir sie nicht alleine bewältigen können. Es kommt vor, dass die engsten Bezugspersonen uns nicht ausreichend unterstützen können und die bisherigen Bewältigungsmethoden keine Linderung bringen oder eine zusätzliche Quelle weiterer Komplikationen sind.
Die Entscheidung für eine Psychotherapie ist nicht einfach. Das Leiden ist der bestimmende Faktor, aber oft auch der Hemmende. In vier fremden Wänden sollen wir im Angesicht eines ebenso Fremden die intimsten Bereiche der Vergangenheit und Gegenwart offenlegen. In der Hoffnung, dass die Zukunft Erleichterung und Positives bringen wird. Wird der Prozess nicht weh tun? Was werden wir entdecken? Werden wir den Wandel beeinflussen können oder werden wir außer Kontrolle geraten? Das sind sehr natürliche Zweifel, besonders wenn wir vorher noch keine Psychotherapie angewendet haben.
Daher lohnt es sich, vor dem ersten Treffen zu überlegen: Was erwarten wir, was fällt uns am schwersten, welche Hypothesen haben wir über die Ursachen unserer Schwierigkeiten.

Erschöpfungsdepression

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